Leistungsbeschreibung

BAföG wird nicht für jede beliebige Ausbildung gewährt. Eine Förderung ist von verschiedenen Faktoren abhängig.

Ziel des BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz) ist es, jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, eine Ausbildung zu absolvieren, die ihren Fähigkeiten und Interessen entspricht.

Sofern dem Auszubildenden die für seinen Lebensunterhalt und seine Ausbildung erforderlichen Mittel anderweitig nicht zur Verfügung stehen, sieht das BAföG einen Rechtsanspruch auf individuelle Ausbildungsförderung vor. Allen Auszubildenden sollen damit vergleichbare Bildungschancen eröffnet werden.

Erste Grundvoraussetzung ist, dass es sich um eine förderungsfähige Ausbildung handelt. Die Förderfähigkeit ist abhängig von der Art der besuchten Ausbildungsstätte sowie der Frage, ob der Schüler oder Student noch im Elternhaus wohnt. Bedingt durch die unterschiedlichen Voraussetzungen geht das Gesetz von pauschalen Bedarfssätzen aus, die die Grundlage der Berechnung bilden.

Bevor jedoch eine Berechnung der Förderungsleistungen vorgenommen wird, sind vom Auszubildenden noch besondere persönliche Voraussetzungen in Bezug auf zum Beispiel die Staatsangehörigkeit, das Alter und die Eignung  zu erfüllen. Hierzu informieren wir sie gerne.

Ob nun ein Auszubildender, der die grundsätzlichen Voraussetzungen erfüllt, tatsächlich BAföG erhält, hängt davon ab, ob seine finanziellen Mittel, die seines Ehegatten sowie seiner Eltern ausreichen, seinen Ausbildungsbedarf zu decken. Wie bereits erwähnt, sind im BAföG als monatlicher Bedarf Pauschalbeträge vorgesehen, deren Höhe abhängig ist von der Art der besuchten Ausbildungsstätte und der Unterbringung des Auszubildenden. Grundsätzlich tritt das BAföG mit seinen Leistungen nachrangig ein, d. h. das BAföG geht davon aus, dass die nach dem bürgerlichen Recht Unterhaltsverpflichteten, also Eltern und Ehepartner, zunächst für den Unterhalt und die Ausbildung ihrer Kinder bzw. Ehepartner aufkommen. Die Höhe der individuellen Förderung ergibt sich daher, wenn von dem maßgeblichen Bedarfssatz das anzurechnende Einkommen und Vermögen des Auszubildenden sowie das Einkommen seines Ehegatten und der Eltern abgezogen werden. Die Belastung der Familien muß aber zumutbar bleiben. Aus diesem Grund werden bei der Ermittlung der anzurechnenden Einkünfte prozentuale Pauschalen für die eigene Sicherung der Familien und darüber hinaus noch anderweitige Freibeträge, abhängig von der familiären Situation, gewährt.

Bei der Ermittlung der anzurechnenden Einkünfte ist beim Auszubildenden das aktuelle im Bewilligungszeitraum (BWZ) erzielte Einkommen maßgebend. Sofern der Auszubildende Vermögen besitzt, das eine Rücklage von 8.200 EUR überschreitet, hat er es voll zur Finanzierung seiner Ausbildung einzusetzen.

Für die Einkommensberechnung der Eltern und des Ehegatten ist grundsätzlich von den Einkommensverhältnissen im vorletzten Kalenderjahr vor Beginn des BWZ auszugehen. Sollte das aktuelle Einkommen voraussichtlich niedriger sein, kann auf besonderen Antrag des Auszubildenden dieses der Einkommensberechnung zugrunde gelegt werden (sog. Antrag auf Aktualisierung).

In bestimmten Ausnahmefällen wird auf die Heranziehung des elterlichen Einkommens verzichtet. Hierbei handelt es sich um die sogenannte "elternunabhängige Förderung". Über die einzelnen Ausnahmetatbestände informieren wir sie gerne.

Schüler erhalten die Förderung in voller Höhe als Zuschuss; also "geschenkt". Studierende der höheren Fachschulen, Akademien und Hochschulen erhalten die Leistungen grundsätzlich zur Hälfte als Zuschuss und zur Hälfte als unverzinsliches Darlehen.

Leistungen nach dem BAföG sind schriftlich auf den dafür vorgeschriebenen Formblättern zu beantragen. Sie werden frühestens vom Beginn des Antragsmonats an erbracht. 

Es kann zunächst auch ein formloser Antrag gestellt werden, damit die Frist gewahrt wird. Die amtlichen Formblätter und weitere Unterlagen können dann nachgereicht werden.

Schüler erhalten Antragsformulare direkt bei dieser Abteilung.  Studierende sollten sich grundsätzlich an das für sie zuständige Studentenwerk der Hochschule wenden, an der sie immatrikuliert sind.

Welche Unterlagen werden benötigt?

  • Einkommensnachweise der Eltern

  • Steuerbescheid vom vorletzten Kalenderjahr /Arbeitslosenbescheid

Wenn kein Steuerbescheid vorhanden ist:

  •  Lohnsteuerkarte vom vorletzten Kalenderjahr (bis 2010)

  • Ausdruck der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung / Bescheinigung des zuständigen Finanzamts zum steuerfreien Jahresbetrag (ab 2011)

  • ggf. werden weitere Unterlagen benötigt

Was sollte ich noch wissen?

Antragsformulare zum Ausdrucken finden sie hier (externer Link):

https://www.bafög.de/bafoeg/de/antrag-stellen/alle-antragsformulare/alle-antragsformulare_node.html

Hinweise / Besonderheiten

Für ein Studium in den Niederlanden ist zuständig die:

Bezirksregierung Köln
Dezernat 49
50606 Köln

Tel.: 0221 1474990
Fax: 0221 1474950
E-mail: auslandsbafoeg@bezreg-koeln.nrw.de
www.bezreg-koeln.nrw.de

Kontaktpersonen

  • Frau Monika Maximowitsch
  • Frau Gundula Stiepel